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RAID System an der Synology Diskstation

Vor kurzem habe ich euch die Synology DS218play vorgestellt. Die Diskstation bietet Platz für zwei Laufwerke und somit auch die Möglichkeit RAID zu nutzen. Das bietet eine höhere Sicherheit und nimmt die Angst vor Datenverlust. Frage ist bloß, wie man das RAID einrichtet. Keine Angst, das zeige ich euch nämlich in diesem Artikel.

Was ist RAID?

Ja was genau ist RAID eigentlich? Hinter diesen vier Buchstaben verbirgt sich ein Dienst zur redundanten Speicherung eurer Daten. Das geschieht jedoch unter einem Kompromiss: Dem Verzicht auf Speicherplatz und teilweise keiner vollständigen Datensicherheit. Die geläufigsten Versionen sind dabei die folgenden:

RAID 0

Bei RAID 0 werden die abzulegenden Daten in Blöcke aufgeteilt und dann gleichmäßig auf zwei oder mehr Festplatten verteilt. Der Vorteil liegt hierbei bei hohen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, da parallel auf mehrere Festplatten zugegriffen werden kann. Jedoch sind bei einem Ausfall einer Festplatte alle Daten weg. Grund: Keine redundante Speicherung der Daten.

Quelle: WIkipedia
Quelle: WIkipedia

RAID 1

Die bei RAID0 nicht vorhandene Datensicherheit erhält man dann aber mit RAID1. Wieder werden mindestens zwei Festplatten benötigt. Die zu speichernden Daten werden nun parallel auf beiden Platten abgelegt. Fällt eine aus, sind die Daten weiterhin auf Platte 2 verfügbar. Nachteil ist hier, dass die verfügbare Speicherkapazität sich verringert und zwar auf die Kapazität der kleinsten verwendeten Festplatte.

Quelle: Wikipedia
Quelle: Wikipedia

RAID 5

Bei RAID5 werden die Daten wie bei RAID0 in Blöcken auf die verwendeten Datenträger verteilt. Hinzukommt aber eine sogenannte Parität, die eine Redundanz zwischen den Blöcken erzeugen soll. Dafür wird jedoch ein zusätzliches Speichermedium benötigt, sodass man für RAID 5 mindestens drei logische Laufwerke benötigt. Jedoch reduziert sich hier nicht die Speicherkapazität auf die der kleinsten Platte. Damit erhält man bei RAID 5 eine gute Kombination aus Datensicherheit und Speicherausnutzung.

 

 

 

Quelle: digistor
Quelle: digistor

Vorraussetzungen

Um RAID nutzen zu können müsst ihr gewisse Voraussetzungen erfüllen. Mit nur einem Laufwerk wie bei der DS119j kommt ihr nicht weit. Je nachdem, welches RAID Level ihr nutzen wollt braucht ihr mindestens zwei Laufwerke. Bei RAID 5 sogar mindestens 3.

Einrichtung von RAID

Kommen nun wir nun zur Einrichtung eines RAID 1 an einer Synology Diskstation. Ich benutze in diesem Fall eine DS218play und zwei 2 Terrabyte SSD von Samsung. Alternativ könnt ihr aber auch die üblichen NAS Festplatten von Western Digital, Seagate oder Toshiba nutzen. Diese sind für die Verwendung in NAS System ausgelegt und bieten oft mehr Speicher für das gleiche Geld.

Beginnen wir also mit der Einrichtung des RAID 1. Während der Installation von DSM wurde bereits ein Speicherpool aus den beiden Datenträgern angelegt. Diesen löschen wir zuerst wieder, um dann das RAID als neuen Pool zu erzeugen. Also Speicherpool 1 auswählen und den Button "Entfernen" klicken. Nun sollte kein Pool mehr angezeigt werden und ihr klickt dann auf den Button "Erstellen". Wählt dann "Bessere Leistung" aus und klickt auf "Weiter".

 

Im Schritt "Speicherpool korrekt konfigurieren" könnt ihr dem Speicherpool nun einen Namen geben. Bei RAID-Typ wählt ihr dann "RAID 1" im Menü aus und klickt dann wieder auf "Weiter". Jetzt wählt ihr die Datenträger, sprich die Festplatten, aus, die ihr zum RAID hinzufügen wollt. In meinem Fall wähle ich also beide SSDs aus. Danach geht es wieder mit dem "Weiter"-Button zum nächsten Schritt.

 

Ihr werden dann darauf hingewiesen, dass nun alle Daten auf den Platten gelöscht werden. Sichert also liebe eure Dateien, falls ihr schon etwas auf eurem NAS gespeichert habt. Danach habt ihr dann noch die Möglichkeit eine Laufwerksprüfung durchführen zu lassen, bevor ihr im letzten Schritt eure Einstellungen bestätigen müsst.

Nachdem wir nun einen neuen Speicherpool erzeugt haben, wollen wir diesen natürlich auch nutzen und für die Endgeräte im Netzwerk sichtbar machen. Dazu müssen wir jetzt ein neues Volume erzeugen. Ruft dazu den Reiter "Volume" auf und klickt dort auf den Button "Erstellen".

 

Es startet erneut ein Assistent, der euch durch die Erstellung des Volumen führt. Im ersten Schritt wählt ihr "Benutzerdefiniert" aus und klickt dann auf "Weiter". Weiter geht es mit der Auswahl des Speicherpools, den wir für das Volume verwenden wollen. Da wir diesen bereits erstellt haben wählen wir hier "Vorhandenen Speicherpool auswählen" aus und klicken erneut auf "Weiter".

 

In den nächsten Schritten wählen wir dann unseren Speicherpool aus und können diesem dann auch wieder eine Beschreibung geben. Anschließend erhalten wir eine Übersichtsseite mit den Einstellungen, die wir in den vorausgehenden konfiguriert haben. Diese gilt es nun mit einem Klick auf die "Übernehmen"-Schaltfläche zu bestätigen. Nach Abschluss sehen wir das Volume dann im Speicher-Manager. Für gewöhnlich führt eure DiskStation dann noch eine Paritätsprüfung auf dem Volume durch, bevor ihr dann so richtig loslegen könnt.

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