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3-2-1 Spareribs

Heute gibt es mal eines der vielen Rezepte für Spareribs. Genau genommen machen wir heute Spareribs nach der sogenannten 3-2-1 Methode. Wie das genau funktioniert, lest ihr wie immer im Rezept. Also los geht's!

Vorweg noch eine kleine Erklärung: Die drei Zahlen 3-2-1 stehen für die drei Phasen bei der Zubereitung und deren Länge. Zuerst räuchern wir die Spareribs für drei Stunden. Danach werden sie für 2 Stunden gedämpft und am Schluss noch eine Stunde lang glasiert. Das Prinzip wird gerne auch abgewandelt und so finden sich auch Varianten ohne das Glasieren (3-2-0) oder nur mit Räuchern (5-0-0). Die 3-2-1 Methode ist dabei aber die gängigste.

Zutaten

Menge Zutat
4 Stück Spareribs
100 - 150 g BBQ Rub
1 Liter Apfelsaft
100 ml BBQ Sauce

Außerdem braucht ihr noch Räucherholz zum Smoken Alufolie (Alternativ zwei Koncisformen von IKEA) zum Dämpfen.


Zuerst packen wir uns mal die Ribs aus und tupfen sie einmal kurz mit Küchenkrepp ab. Auf der Innenseite ist jetzt meistens, es sei denn ihr hab einen Metzger, der sie euch bereits entfernt hat, die sogenannte Silberhaut. Die muss jetzt runter, da dann unser Gewürz besser an das Fleisch drankommt. Außerdem ist sie später beim Essen nicht gerade angenehm im Mund. Die Haut lässt sich aber ganz einfach mit einem Teelöffel und etwas Küchenkrepp entfernen. Dazu einfach mit dem Stiel des Löffels am zweiten oder dritten Knochen unter die Haut fahren und diese etwas ablösen. Dann könnt ihr mit einem Finder zwischen Haut und Knochen hinein und die Haut abziehen. Sollte sie zu rutschig sein und ihr sie nicht festheben können, nehmt einfach ein Blatt Küchenkrepp zur Hilfe.


Weiter geht es mit dem Würzen. Also schnappt euch einen BBQ-Rub eurer Wahl (mir schmecken sie am besten mit den Rubs Magic Dust, Rib Rib Hura oder Sweet Apple Ribs) und schon kann es losgehen Spareribs von Innen würzen und ca. 10 Minuten liegen lassen. Sie ziehen dann etwas Wasser und das Gewürz haftet wunderbar ohne Öl, Senf oder ähnliches. Danach einfach Wenden und auch die Außenseite großzügig bestreuen und anschließend wieder warten, bis das Gewürz etwas Flüssigkeit gezogen hat und haftet. Das ist insbesondere bei Rubs mit Zucker wichtig, da er euch sonst einfach wieder vom Rippchen rieselt. Danach könne sie dann auch schon auf den Grill oder Smoker. Ihr könnt diesen Schritt aber auch schon einen Tag vorher machen und sie Rippchen dann gewürzt einschweißen und im Kühlschrank bis zum nächsten Tag marinieren lassen. Geschmackich macht das meiner Meinung nach aber keinen Unterschied.

Starten wir also am Grill mit der ersten Phase. Auf meinem Gasgrill packe ich die Ribs immer in die IKEA Topfdeckelhalter und stelle sie dann in eine Koncisform. So tropft das Fett und so weiter in die Form, die ich dann später in die Spülmaschine packe, und saut mir nicht den Girll voll. Zum Räuchern verwende ich dann einfach eine Räucherbox und mache diese mit Räucherchips voll. Diese packe stelle ich dann auf die Brennerabdeckung des linken oder rechten Brenners. Dann zünde ich den linken und rechten Brenner und stelle die Form mit den Rippchen in die Mitte und klemme noch einen Temperaturfühler an den Rost. Auf dem Holzkohlegrill legt ihr einfach die Kohlen links und rechts an den Rand und stellt die Rippchen in die Mitte. Alternativ geht natürlich auch der Minion Ring. Temperatur zum Räuchern sollte irgendwo zwischen 100 und 120 Grad liegen. 

Nach drei Stunden kommen wir nun zur zweiten Phase, dem Dämpfen. In dieser Phase sorgen wir dafür, dass die Rippchen zart werden und man im Optimalfall danach die Knochen einfach aus dem Fleisch zeihen kann. Dämpfen könnt ihr auf verschiedene Arten machen. Entweder ihr packt jede Leiter einzeln mit einem Schuss Flüssigkeit (ich nehme immer Apfelsaft, von Cola bis Bier ist aber alles erlaubt) luftdicht in Alufolie ein, oder ihr nehmt die Methode mit weniger Abfall. Bei letzterer nehmt ihr einfach zwei der Koncis-Formen von IKEA. In die untere kommt der Rost verkehrt herum hinein. Darauf stellt ihr dann die Deckelhalter samt Rippchen und gießt die Flüssigkeit bis knapp unter den Rost in die Form. Jetzt kommt die zweite Form als Deckel oben drauf und wird mit Aktenklammern befestigt, sodass das Gebilde luftdicht wird. Jetzt müssen sie Rippchen für 2 Stunden bei circa 140°C auf dem Grill bleiben. Ich mache dazu bei meinem Gasgrill immer noch den mittleren Brenner unter der Form an.


Dann kommt auch schon die letzte Phase! Deckel abnehmen und die Rippchen auf den Rost im indirekten Bereich legen. Passt dabei auf, dass sie euch nicht auseinanderfallen. Sie sollten jetzt nämlich ziemlich zart sein. Nun werden sie alle 20 Minuten (also insgesamt drei Mal) mit einer BBQ Sauce eurer Wahl bepinselt. Während dieser letzten Stunde sollte die Temperatur im Grill wieder bei 100 bis 120 Grad sein. Die Sauce dickt auf den Rippchen ein und macht sie somit schön klebrig. Nach einer Stunde sind sie dann endlich fertig und ihr könnt euch genüsslich über sie hermachen. Ideal für Events wie den Super Bowl und durch die festgelegten Phasen sehr gut zu timen. Macht es nach und probiert es. Ihr werdet nicht enttäuscht werden.

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